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Die Geschichteder Deutschen Ligafür Menschenrechte e.V.Verantwortlich
für den Text: Barthold Olbers |
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Die Gründung und die ersten
Jahre Am 16. November 1914, als der erste
Weltkrieg gerade begonnen hatte, gründete Herr Otto Lehmann-Russbüldt
mit weiteren engagierten deutsche Bürgern den "Bund Neues Vaterland". Sie wollten der
Kriegsbegeisterung des Kaisers und
des deutschen Volkes eine vernünftige Friedenspolitik entgegenstellen. Die
Ziele waren damals: 1. Sofortiger Ausstieg aus dem Ersten
Weltkrieg 2. Versöhnung mit allen Nachbarn, vor
allem mit Frankreich 3. Verzicht auf Gebietsforderungen. Einige Mitglieder des Bundes kannten
sich aus der Deutschen
Friedensgesellschaft (DFG), die bereits 1892 von der späteren
Friedensnobelpreisträgerin Bertha von
Suttner gegründet worden war. Für eine Verschmelzung der beiden
Vereine reichten die Übereinstimmungen zwar nicht aus, aber die engen
Beziehungen blieben bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten. Die
DFG besteht jetzt in zwei Vereinen weiter: DFG-VK
und DFG-IDK. In den folgenden Jahren kam es zum
Kontakt und zur Freundschaft mit der 1898 gegründeten Französischen
Liga für Menschenrechte. 1922 nannte sich der Bund Neues Vaterland um
in "Deutsche Liga für
Menschenrechte" und gründete zusammen mit den Franzosen und
Gleichgesinnten einiger weiterer europäischer Länder die "Fédération Internationale des Ligues
des Droits de l´Homme"
(FIDH) mit Sitz in Paris. Zu den führenden Mitgliedern der
Deutschen Liga gehörten zwischen den beiden Weltkriegen unter anderem die
späteren Nobelpreisträger Carl
von Ossietzky, Albert
Einstein und Kurt
Tucholsky. Neben ihrem Engagement für die Rechte des einzelnen
Bürgers traten Ossietzky und Einstein auch ein für
Gerechtigkeit in den zwischenstaatlichen Beziehungen. Dafür forderten sie
eine internationale Gesetzgebung und internationale Gerichte, die von allen
Staaten zu respektieren wären. Diese Gedanken wurden allmählich von immer
mehr Menschen aufgegriffen. Das führte schließlich 1948 zur Gründung der
Weltorganisationen der “Weltföderalisten“
und der „Weltbürger“. Die Nazi-Zeit Die Liga leistete energischen
Widerstand gegen die aufkommenden Nationalsozialisten. 1933 wurde die Liga
von der nationalsozialistischen Verwaltung zur Auflösung gezwungen. Das
vereinseigene Archiv wurde vernichtet. Die führenden Persönlichkeiten
flüchteten teils ins Ausland, z.B. Einstein
und Kurt
Tucholsky, teils wurden sie ins KZ gesperrt, z.B. Ossietzky. Eine internationale Kampagne führte dazu, daß Ossietzky 1936 der
Friedensnobelpreis verliehen wurde. Ossietzky
verstarb 1938 im Polizeikrankenhaus an den Folgen der erlittenen Mißhandlungen. Die Arbeit des internationalen
Verbandes FIDH musste während der Besetzung Frankreichs durch das deutsche
„Dritte Reich“ ruhen, konnte aber nach dem Kriegsende fortgesetzt werden.
1948 haben zwei hervorragende Mitglieder der FIDH an der Formulierung der "Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen mitgewirkt.
Mehr Informationen über die FIDH finden Sie, wenn Sie in der rechten Spalte
FIDH anklicken. Nach dem 2. Weltkrieg 1949 durfte
die Deutsche Liga für Menschenrechte e.V. ihre Arbeit wieder aufnehmen. Der
Sitz war zunächst in Berlin. In den fünfziger Jahren wurden verschiedene
Landesverbände gegründet, so 1955 in Bayern und 1957
in Hamburg. Ab 1960 hatte der Landesverband Bayern maßgeblichen Einfluß. 1961 hat die Liga ihren Sitz von Berlin nach
München verlegt. Den Text "Menschenrechte,
Warum?" unseres früheren Präsidenten Frank Arnau
aus den 60er Jahren finden Sie rechts unter „DLfM-warum?“
oder „Arnau“. Die Ziele der DLfM
gemäß der letzten Satzung finden Sie unter DLfM-Satzung. amnesty international wird
gegründet Mit einem ganzseitiger Artikel mit dem
Titel “The Forgotten Prisoners“ (die vergessenen Häftlinge), der am 28. Mai
1961 im „Observer“ erschien, rief der
Londoner Rechtsanwalt Peter Benenson den jetzt
bekanntesten Menschenrechtsverein „amnesty
international“ ins Leben. Die deutsche
Sektion nahm ihre Arbeit bereits zwei Monate nach Gründung der
internationalen Organisation auf. Zu ihren GründerInnen
zählen die Autorin Carola Stern und der Journalist Gerd Ruge. Schon bald danach hat amnesty die
Liga überholt, was die Resonanz in der Presse, den Bekanntheitsgrad und
die Mitgliederzahl betrifft. Amnesty konkurrierte zwar mit der Liga um die
öffentliche Aufmerksamkeit, aber das hatte keine Feindschaft zur Folge, im
Gegenteil. Die Gesinnung der Mitglieder beider Vereine stimmt zwar weitgehend
überein, aber die Arbeitsschwerpunkte sind deutlich verschieden. Zumindest in
Hamburg hat es Menschen gegeben, die in beiden Vereinen gleichzeitig
mitgewirkt haben, was seitens der Liga begrüßt wurde. Befürworter und
Gegner der Menschenrechte Die
Deutsche Liga für Menschenrechte hat sich immer für ihre Ideale wie
Gerechtigkeit, Toleranz, Versöhnung, Frieden, Solidarität und Demokratie
eingesetzt. Sie wurde zu einem Sammelbecken für die aufrechten Mitbürger, die
unsere Ziele als ihre eigenen Ziele erkannt haben. Und es hat immer Menschen
gegeben, die die Deutsche Liga für Menschenrechte deshalb als lästig
empfanden. Siehe auch unsere Seite „Vorwürfe“. Einige von denen , die das Engagement der Liga gefürchtet
haben, gingen sogar so weit, dass sie sich bemüht haben, in das leitende
Gremium der Liga aufgenommen zu werden, um von dort aus die Arbeit der Liga
zu sabotieren. Andere haben Falschmeldungen über die Liga verbreitet,
offenbar in der Hoffnung, dadurch die Liga zu behindern und dem Ansehen der
Liga in der Öffentlichkeit zu schaden. Fortsetzung: |
Internet-Seiten
über die Deutsche Liga
für Menschenrechte (DLfM): Deutsche
Liga für Menschenrechte, Hauptseite Geschichte und Symbole der Menschenrechts-bewegung Wichtige
Personen: Wichtige VereineDie Internationale Föderation FIDH Argumente
Frank
Arnau: „Menschenrechte, warum?“ „Unsere
Aufgabe“, Beschluß der Gruppe Hamburg von 1977 Olbers: Die Bedingungen des Friedens Dokumente Allgemeine
Erklärung der Menschenrechte Letzte Bearbeitung dieser Seite: 19.
September 2005 |
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Präsidiumsmitglied
der DLfM von 1981 bis
1984 |
Präsidiumsmitglied
der DLfM von 1984 bis
1985 |
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